Datenschutz für Kanzleien

Ihre Mandantendaten gehören in die Schweiz, nicht auf US-Server.

Generische KI-Tools verarbeiten Daten auf Servern ausserhalb der Schweiz, nutzen Kundendaten zur Verbesserung ihrer Modelle und bieten keinen Audit-Trail. Für eine Anwaltskanzlei ist das eine Frage des Berufsrechts. Whisperit ist von Grund auf dafür gebaut, dieses Problem zu lösen.

Das Problem

Warum Datenschutz in der Anwaltskanzlei zum Problem wird

Berufsrechtliche Vorgaben

Das Anwaltsgeheimnis nach Art. 321 StGB und die Berufsregeln nach Art. 13 BGFA erstrecken sich auch darauf, wie Mandantendaten gespeichert und verarbeitet werden, nicht nur auf das gesprochene Wort. Ein Tool, das Mandantendaten an ein US-Unternehmen weitergibt, kann diese Pflicht verletzen.

Pflichten aus DSGVO und revDSG

Schweizer Kanzleien, die Personendaten bearbeiten, unterstehen dem revDSG. Wer Mandanten in der EU betreut, untersteht zusätzlich der DSGVO. Beide verlangen angemessene technische und organisatorische Massnahmen sowie dokumentierte Auftragsverarbeitungsverträge.

Das Risiko generischer KI

Die meisten Allzweck-KI-Tools verarbeiten Daten in den USA, nutzen Kundendaten unter Umständen für das Modelltraining und führen keine Audit-Logs. Das sind keine kleinen Compliance-Lücken, sondern reale berufsrechtliche Haftungsrisiken.

Risikovergleich

Warum generische KI-Tools ein Berufsrisiko schaffen

RisikoGenerische KI-ToolsWhisperit
Datenverarbeitung auf US-Servern⚠️ Verbreitet❌ Nie
Nutzung für das Training von KI-Modellen⚠️ Oft Standard❌ Nie
Anbieterzugriff auf Inhalte⚠️ Meist ja❌ Kein Zugriff
Audit-Trail für Datenzugriffe❌ Selten✅ Vollständige Logs
Konformer AVV verfügbar⚠️ Unterschiedlich✅ Standard
Due-Diligence-Checkliste

Worauf Sie bei einem sicheren Legal-AI-Tool achten sollten

Datenstandort: Wo werden Inhalte verarbeitet und gespeichert?

Verschlüsselung: bei der Übertragung (TLS 1.3+) und im Ruhezustand (AES-256)?

Anbieterzugriff: Kann der Anbieter Ihre Dokumente lesen?

Modelltraining: Werden Ihre Daten für das Training von KI-Modellen genutzt?

Audit-Logs: Wird protokolliert, wer worauf zugegriffen hat?

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Wird einer angeboten?

Meldung von Datenpannen: Wie sieht der Reaktionsprozess aus?

Unterauftragsverarbeiter: Wer hat sonst noch Zugriff auf die Daten?

Architektur

Die Sicherheitsarchitektur von Whisperit

Schweizer Hosting

Ihre Dokumente, Transkriptionen und Dossierdaten liegen auf Schweizer Infrastruktur in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren, unter Schweizer Recht und ausserhalb der Reichweite des US CLOUD Act. Wo die KI-Verarbeitung selbst läuft, hängt von der Residenzstufe Ihrer Kanzlei ab, die im Folgenden beschrieben ist.

Sie bestimmen, wo die KI läuft

Drei Residenzstufen. Nur Schweiz führt jede KI-Funktion über einen in der Schweiz gehosteten Anbieter und weicht nie auf eine andere Jurisdiktion aus: Ist dieser Anbieter nicht verfügbar, schlägt die Anfrage fehl, statt umgeleitet zu werden. EU führt über einen europäischen Anbieter. Global ergänzt einen internationalen Rückfall. Die Stufe wird pro Mandant gesetzt und ändert sich nicht ohne Ihre Anforderung.

Durchgehende Verschlüsselung

TLS 1.3 bei der Übertragung, AES-256 im Ruhezustand. Dieselben Standards, die grosse Finanzinstitute und Schweizer Kantonsverwaltungen einsetzen.

Kein Training mit Mandantendaten

Whisperit verwendet weder Ihre Dokumente noch Ihre Diktate noch andere Inhalte, um KI-Modelle zu trainieren. Ihre Daten dienen ausschliesslich der Bearbeitung Ihrer Anfragen.

Compliance und Zertifizierungen

Wir halten die EU-DSGVO und das Schweizer nDSG ein und handeln als Auftragsverarbeiter für Ihre Mandantendaten, unter einem Standard-Auftragsverarbeitungsvertrag. Der EU-Angemessenheitsbeschluss für die Schweiz deckt die Anforderungen an grenzüberschreitende Übermittlungen ab. SOC 2 Type II befindet sich derzeit in der Prüfung durch eine akkreditierte Drittstelle, ISO 27001 steht auf unserer Roadmap.

Sicherheitsvergleich

Whisperit vs. KI-Tools mit US-Hosting

MerkmalWhisperitKI-Tools mit US-Hosting
DatenstandortSchweizUSA (in der Regel)
DSGVO-Angemessenheit✅ Ja⚠️ Erfordert SCCs
revDSG-konform✅ Ja⚠️ Erfordert Garantien
Anbieter liest Inhalte❌ Nein⚠️ Oft ja
Nutzung für Modelltraining❌ Nein⚠️ Oft nur per Opt-out
Audit-Logs✅ Vollständig❌ Eingeschränkt
FAQ

Häufig gestellte Fragen

Ist der Einsatz von KI für vertrauliche juristische Arbeit sicher?

Das hängt vollständig vom Tool ab. Spezialisierte Legal-AI mit Hosting in der Schweiz oder der EU, ohne Modelltraining mit Mandantendaten und ohne Anbieterzugriff lässt sich sicher für vertrauliche Arbeit einsetzen. Allgemeine Consumer-KI-Tools (ChatGPT, Gemini) sind für mandatsbezogene vertrauliche Arbeit nicht geeignet.

Wo speichert Whisperit meine Daten?

Ihre Dokumente, Transkriptionen und Dossierdaten liegen auf Schweizer Infrastruktur in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren und unterstehen damit Schweizer Recht und nicht ausländischen Jurisdiktionen. Wo die KI-Verarbeitung läuft, ist eine eigene Frage und richtet sich nach Ihrer Residenzstufe: Nur Schweiz verlässt die Schweiz nie, EU führt über einen europäischen Anbieter, Global ergänzt einen internationalen Rückfall. Die Einzelheiten je Anbieter stehen im technischen Datenflussdokument.

Ist Whisperit DSGVO-konform?

Ja. Whisperit stellt einen vollständigen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) bereit. Die Schweiz verfügt über einen Angemessenheitsbeschluss der EU. In der Schweiz gehostete Daten erfüllen die DSGVO-Übermittlungsanforderungen ohne zusätzliche Garantien.

Kann Whisperit auf meine Dokumente zugreifen?

Nein. Die Architektur von Whisperit stellt sicher, dass der Anbieter keinen Zugriff hat. Ihre Dokumente sind verschlüsselt und nur für Mitglieder Ihres Arbeitsbereichs zugänglich.

Welchen Verschlüsselungsstandard verwendet Whisperit?

TLS 1.3 bei der Übertragung und AES-256 im Ruhezustand, dieselben Standards wie bei grossen Finanzinstituten und Behörden.

Welche Zertifizierungen hat Whisperit?

Wir halten die EU-DSGVO und das Schweizer nDSG ein und handeln als Auftragsverarbeiter für Ihre Mandantendaten unter einem Standard-Auftragsverarbeitungsvertrag. SOC 2 Type II befindet sich derzeit in der Prüfung durch eine akkreditierte Drittstelle, ISO 27001 steht auf unserer Roadmap. Wir nennen lieber den Stand, als Zertifizierungen anklingen zu lassen, die wir noch nicht haben.

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