Rechtsdokumente sind das Rückgrat jedes Geschäfts, jedes Arbeitsverhältnisses und jeder Streitbeilegung. Sie richtig aufzusetzen ist wesentlich, nicht nur wegen der Compliance, sondern zum Schutz Ihrer Interessen, wenn etwas schiefgeht.
Vorlagen für Rechtsdokumente liefern ein bewährtes strukturelles Fundament. Sie verkürzen die Entwurfszeit und verringern das Risiko, wesentliche Bestimmungen zu übersehen. Doch eine Vorlage taugt nur so viel wie die Anpassung, die man ihr angedeihen lässt.
Warum Vorlagen für Rechtsdokumente zählen
Rechtsdokumente von Grund auf zu entwerfen kostet Zeit und schafft unnötiges Risiko. Vorlagen bündeln die gesammelte Erfahrung geübter Praktikerinnen und Praktiker und stellen sicher, dass Standardklauseln, Schutzbestimmungen und Pflichtangaben von Beginn an vorhanden sind.
Für Kanzleien schaffen Vorlagen zudem Einheitlichkeit über Mandate und Personen hinweg. Eine gepflegte Vorlagenbibliothek ist ein Wettbewerbsvorteil.
- Verkürzen die Entwurfszeit bei Standarddokumenten um 50 bis 70 Prozent.
- Sichern die durchgängige Aufnahme von Schutzklauseln.
- Verringern das Risiko, vorgeschriebene Bestimmungen zu übersehen.
- Ermöglichen jüngeren Mitarbeitenden bessere erste Entwürfe.
Unverzichtbare Vorlagen für Unternehmen
Jedes Unternehmen braucht einen Grundstock an Vorlagen, um handlungsfähig zu sein. Dazu zählen üblicherweise: Dienstleistungsverträge, Geheimhaltungsvereinbarungen, Arbeitsverträge, Verträge mit Selbstständigen und Nutzungsbedingungen.
Von einer geprüften Vorlage auszugehen und sie auf die eigene Lage zuzuschneiden ist weit sicherer, als bei null zu beginnen, solange Sie vor der Anpassung verstehen, was jede Bestimmung bewirkt.
- Geheimhaltungsvereinbarung: schützt vertrauliche Informationen gegenüber Mitarbeitenden, Beauftragten und Partnern.
- Dienstleistungsvertrag: regelt Umfang, Zeitplan, Leistungen und Zahlungsbedingungen professioneller Dienste.
- Arbeitsvertrag: legt Anstellungsbedingungen, Vergütung, Aufgaben und Beendigungsgründe fest.
- Vertrag mit Selbstständigen: grenzt Beauftragte von Angestellten ab und regelt die Bedingungen des Auftrags.
Vorlagen für Streitigkeiten und Streitbeilegung
Vorlagen für Streitfälle, etwa Mahnschreiben, Unterlassungsaufforderungen und Vergleichsvereinbarungen, sparen in der vorprozessualen Phase Zeit und sichern einen professionellen Auftritt. Ein gut formuliertes Mahnschreiben löst einen Streit oft, bevor ein Verfahren beginnt.
Für Streitigkeiten, die in ein Schieds- oder Mediationsverfahren führen, ist eine von Anfang an in den Standardverträgen verankerte Schiedsklausel weit effizienter, als die Streitbeilegung erst nach Ausbruch der Meinungsverschiedenheit auszuhandeln.
Grenzen von Rechtsvorlagen
Vorlagen sind ein Ausgangspunkt, kein Ziel. Anforderungen der jeweiligen Rechtsordnung, geschäftsspezifische Risiken und individuelle Bedürfnisse verlangen stets die Anpassung durch eine qualifizierte Fachperson.
Das gefährlichste Rechtsdokument ist eines, das aus dem Internet geladen, kaum bearbeitet und ohne rechtliche Prüfung verwendet wurde. Es kann korrekt aussehen und dennoch Bestimmungen enthalten, die in Ihrer Rechtsordnung nicht durchsetzbar oder sogar schädlich sind.
- Prüfen Sie Vorlagen stets mit Rechtsrat zur jeweiligen Rechtsordnung.
- Aktualisieren Sie Vorlagen jährlich, wenn sich das Recht ändert.
- Passen Sie alle Platzhalterbestimmungen vor der Verwendung an.
- Verwenden Sie für Geschäfte von grosser Tragweite nie eine Vorlage ohne fachliche Prüfung.